30 Tage unterwegs in Tansania

31.03.2020 09:03 Föderverein Missionsarbeit e.V.

Direkt vor Ort, im Süden von Tansania – an der Grenze zu Mozambique – ist die Armut der ländlichen Bevölkerung besonders ausgeprägt und besonders deutlich zu spüren. Nur das, was die kleinen Bauern dort mit ihrer Hacke dem Busch abringen, dient dem Lebensunterhalt. Mehr als eine Mahlzeit am Tag mit dem üblichen Maisbrei und einem Gemüse ist nicht möglich. Dazu gibt es Obst, das zum Teil reichlich wächst. Neben Mangos und Bananen sind dies in erster Linie auch Ananas – sofern Wasser vorhanden ist.

Um all dieser Armut und all diesem Notstand zu begegnen oder zumindest zu lindern, engagiert sich seit dem Jahr 2004 und somit nun bereits schon 15 Jahren der Förderverein für Missionsarbeit mit seinem sehr rührigen, ehrenamtlich tätigen 1. Vorsitzenden Anton Fach an der Spitze um eine Verbesserung der dort vorherrschenden Lebensbedingungen für die dort lebenden Menschen.

Alljährlich stattet Anton Fach den durch den Förderverein für Missionsarbeit in Tansania unterstützten Projekt-Stützpunkten einen mehrwöchigen Besuch ab, um sich „Vorort“ persönlich von der erfolgreichen Realisierung der vom Förderverein finanziell und mit Hilfe von Sachspenden unterstützten Projekte zu überzeugen, die neuen Geld- und Sachspenden direkt überall dort, wo sie dringend benötigt werden, unmittelbar Vorort auszuhändigen, und wo nötig auch immer mal selbst persönlich mit Hand anzulegen, wo Hilfe dringend benötigt ist.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr, und zwar in der Zeit vom 8. November bis zum 8. Dezember, stattete Anton Fach den durch den Förderverein Missionsarbeit unterstützten Projekten in Tanzania einen Besuch ab. Vor Ort überzeugte er sich einmal mehr von der erfolgreichen Realisierung der vom Förderverein unterstützten Projekte. Begleitet wurde er dabei in den ersten neun Tagen von Realschullehrer Sebastian Reichert und Maria Stolz-Günther.

Zu Beginn des vierwöchigen Aufenthaltes in Tanzania galt es zunächst zuerst das Projekt der Schüler der Konrad-von-Dürn-Realschule an der Secondary SchoolNachungu im Süden von Tanzania umzusetzen und die Verwendung der Spendengelder zu überwachen. Von den Spendengeldern in Höhe von 4.700 € wurden bereits im Vorfeld 2.500 €überwiesen und damit Stühle und Tische, die Toilettenanlagen und 3 Klassenräume renoviert. Nach der herzlichen Begrüßung durch den Schulleiter Urban Tamba war die Bewegungsfreiheit der Besucher aus Deutschland eingeschränkt, da zu diesem Zeitpunkt die Examensarbeiten geschrieben wurden und sowohl die fremden Lehrer wie auch die Schülerinnen und Schüler für eine Woche in der Schule einquartiert waren. Im Anschluss an diesen Schulbesuch wurden  für die restlichen 2.200 € für die Trinkwasserversorgung der Schüler zwei 5.000 Liter-Wassertanks, 50 Meter Regenrinne und Anschlüsse, Bücher für den Biologie- und Chemieunterricht und für die Schülerinnen an der Schule 20 Pakete Sanitär-Pads gekauft. Zum Einbau der Tanks in 2 Meter Tiefe wurden die Schüler zur Mithilfe herangezogen, während die Befestigung und Montage der Rinnen die Erwachsenen übernahmen.

Nach erlebnisreichen Tagen kehrten die beiden Mitreisenden von Anton Fach nach der Rückkehr nach Daressalaam wieder nach Deutschland zurück, während der 1. Vorsitzende des Fördervereins für Missionsarbeit in den Norden Tanzanias, in die Usambaraberge weiterreiste, um dort Pater Damian Milliken und den dort lebenden Kwamndolwa-Schwestern einen Besuch abzustatten. Konnten doch aus dem Erlös des diesjährigen Hungermarsches im September in Hardheim an die Kwamndolwa-Schwestern 3.000 € und an Pater Damian von privaten Spendern 600 € für deren Schulen übergeben werden.

Nach 1.000 Kilometer Busfahrt wieder zurück in den Süden Tanzanias galt es for Anton Fach danach dann auf der Missionsstation Hingawali wieder einmal nach dem Rechten zu sehen und vor Ort einen personellen Neubeginn zu organisieren, da der seitherige Leiter der dortigen Pfarrei mit ihren 11 Außenstationen, Pfarrer Gerald, durch Pfarrer Mbemba ersetzt werden musste. Mit viel Elan wurde die dortigen Aufgaben angepackt. Das Komitee für die Bearbeitung der Felder für den Kindergarten organisierte die Rodung der insgesamt 18 Hektar großen Shambas und deren Neubepflanzung zu Beginn der Regenzeit sowie die finanzielle Abwicklung mit der Ausbezahlung der anfallenden Löhne. Für den Kindergarten mit 2 Erziehern und 70 Kindergartenkindern wurde eine junge Köchin eingestellt. Für den jung verheirateten Katecheten der Pfarrgemeinde wurde das Wohnhaus an das Stromnetz angeschlossen und im Inneren verkabelt.

Zufrieden konnte der 1. Vorsitzende des Fördervereins für Missionsarbeit, Anton Fach, wieder den Süden des Landes verlassen, da er dort seine gute Beziehungen zu den Erlöserschwestern in Mtwara nutzen konnte und die Geldkassette für alle Verpflichtungen- die Auszahlung der Gehälter an die Erzieherinnen einschließlich Köchin für 12 Monate, Geld für 2 Sozialprojekte, sowie die Lohngelder für die Feldernte und eine festangestellte – zur Auszahlung hinterlegen konnte.

Zwischenzeitlich konnten noch vom Erlös des Hungermarsches am 22. September 2019 in Hardheim noch jeweils 3.500 € an das Projekt Matanana und an Bischof Merkel überwiesen werden.

Sei abschließend noch erwähnt, dass am 20. Januar 2020 um 19:15 Uhr ein informativer Vortrag mit vielen beeindruckenden Bilder von dieser Tanzania-Reise im Pfarrsaal des Gemeindehauses der Katholischen Pfarrgemeinde St. Georg Walldürn in der Burgstraße in Walldürn mit dem 1. Vorsitzenden des Fördervereins Missionsarbeit, Anton Fach, als Referent stattfinden wird, zu dem alle Interessenten sehr herzlich eingeladen sind.

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